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Geschichte

Im Februar 1995 konnte die Therapiestation Lukasfeld eröffnet werden.

Im Drogenkonzept des Landes Vorarlberg von 1991 wurde die Errichtung einer Kurzzeittherapiestation vorgesehen. Dadurch sollte dem Umstand Rechnung getragen werden, dass es innerhalb der Drogenszene zu erheblichen Veränderungen gekommen war. Die Langzeittherapien wurden aus verschiedenen Gründen zu Auslaufmodellen, die Konsumgewohnheiten hatten sich geändert und es bedurfte spezifischer Angebote für die junge Generation. So erschien es nicht stimmig, 16- oder 18-jährige Cannabiskonsumenten gemeinsam mit 30-jährigen Heroinabhängigen zu behandeln, die vielleicht schon fünf oder zehn Jahre in der Szene waren.

1994 wurde in Meiningen mit dem Bau der TS Lukasfeld begonnen, die ihren Namen nach einer dortigen Ortsbezeichnung bekommen hat. Der erste Leiter war OA Dr. Franz Riedl, der als Facharzt für Psychiatrie und Neurologie sowie als psychoanalytischer Psychotherapeut ein Konzept entwickelte, das sowohl körperliche Entzugsbehandlungen ermöglichte, als auch daran anschließende Entwöhnungen und Stabilisierungen. Psychotherapeutisch orientierte sich das Konzept an der tiefenpsychologischen Methode, was auch in der Auswahl des Personals berücksichtigt wurde. Von Anfang an hatten aber auch die psychiatrische Krankenpflege sowie der Bereich der Soziotherapie eine wichtige Aufgabe.

Dem rehabilitativen Gedanken wurde mit der Eröffnung einer eigenen Wohngemeinschaft 1997 Rechnung getragen.

2002 kam es zu einem Wechsel in der Leitung der Einrichtung, nachdem Dr. Riedl beschlossen hatte, eine Facharztpraxis in Bregenz zu übernehmen. Mit Dr. Roland Wölfle übernahm ein Mitarbeiter der Stiftung Maria Ebene die Leitung, der schon fast zwölf Jahre oberärztlich am Krankenhaus in Frastanz tätig war. Die Therapiestation Lukasfeld gehört ja wie die TS Carina in Feldkirch und das Krankenhaus Maria Ebene in Frastanz zum Verbund der Stiftung Maria Ebene, gemeinsam mit den Beratungsstellen Clean und der Stelle Supro, die für Vorbeugung und Information zuständig ist.

Seit 2005 gibt es das Konzept „8 Wochen +“, welches flexible Therapiezeiten ermöglicht.

Im Sommer 2009 wurde ein Projekt genehmigt, welches schon seit über fünf Jahren angestrebt wurde, nämlich eine Verbesserung und ein Ausbau der körperlichen Entgiftung. Geplant wurden sechs zusätzliche Entgiftungsbetten, die in einem Anbau untergebracht werden sollten, gemeinsam mit Räumlichkeiten für Sport, einem Atelier sowie einem Aufenthalts- und Freizeitbereich, dies alles über drei Stockwerke und auf mehr als 500 Quadratmetern. Am 17. September 2012 war es soweit. Die Entgiftungsstation Lukasfeld wurde feierlich eröffnet.

2014 wurde die Stellenleitung an OÄ Dr. Kirsten Habedank übergeben. Das Behandlungsangebot wurde in Richtung ganzheitlicher Therapie erweitert und das kreativtherapeutische Angebot ausgebaut. Das Sport- und Bewegungsprogramm bleibt weiterhin ein zentrales Element im Therapiekonzept.