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Tiefenpsychologisches Konzept

Die Therapiestation Lukasfeld arbeitet von Anbeginn an mit einem tiefenpsychologischen Konzept

Eine tiefenpsychologische Herangehensweise stellt die Überzeugung ins Zentrum, dass unsere Gegenwart und Zukunft durch Erfahrungen und Prägungen der Vergangenheit bestimmt ist. Frühe Beziehungserfahrungen stehen in Verbindung mit Gefühlen wie Angst und Wut, aber auch mit Lust und Freude. In einer Verbindung von Veranlagung und Umgebungseinflüssen haben sich bewusste und unbewusste Muster herausgeformt, die als Bewältigungs- und Überlebensstrategien zu verstehen sind. Mit zunehmendem Alter haben sich manche davon als tauglich erwiesen, andere Strategien, die in der Kindheit funktioniert haben, scheitern, so dass Stress und Spannungen entstehen, was Missbrauch von Suchtmitteln und Abhängigkeit begünstigt, um das Aufkommen negativer Gefühlsregungen zu verhindern. Der Verzicht auf Substanzen im Rahmen einer stationären Behandlung fördert Unterdrücktes zutage und macht es dadurch einer Behandlung zugänglich.

Die Behandlungskunst liegt im Verstehen und darin, die sich ständig wiederholenden Muster zu erkennen. Professionelle tiefenpsychologische Therapeutinnen und Therapeuten verstehen sich selbst als wirksame Komponenten im Behandlungsgeschehen. Therapie ist keine Einbahnstraße und genau so wirken unsere Patientinnen und Patienten auf uns wie wir auf sie. In diesem Zusammenhang ist es äußerst wichtig, nicht nur eine stabile Persönlichkeit zu haben, sondern auch genau über all die Prozesse Bescheid zu wissen, die zum Beziehungsgeschehen gehören. Neben einer umfassenden Ausbildung in einem tiefenpsychologischen Verfahren, welches neben der Theorie auch Selbsterfahrung und Fallarbeit umfasst, bedarf es einer fortlaufenden Weiterbildung und Supervision innerhalb des Teams.