Autor Thema: Schmerzpatient  (Gelesen 1456 mal)

bartle

  • Gast
Schmerzpatient
« am: 14 Juli 2016 »
Wie werde ich Schmerzpatient und was für Folgen hat das.
Kann ich dann um Pflegegeld ansuchen und bekomme ich dann Codein ohne durch einen Psychiater stigmatisiert zu werden. Und muss ich dann jährlich eine neu Untersuchung machen. Bin Vorarlberger.
Bitte rechtliche Auskunft. Danke!

ME-Redaktion

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Antw:Schmerzpatient
« Antwort #1 am: 16 Juli 2016 »
Sehr geehrter Bartle,

eine Antwort ist aufgrund der wenigen Informationen nur eingeschränkt möglich. Es wäre auf jeden Fall ein Besuch der Schmerzambulanz am LKH Hohenems wichtig um die Ursache, Lokalisation und Art des Schmerzes festzustellen bzw. einzugrenzen. Medikamente können nach strenger Indikation durch den Facharzt verordnet werden. Das können, aber müssen nicht Opiate sein.

Chronische Schmerzpatienten geraten ohne schmerzlindernde Therapie leicht in einen Kreislauf von Angst, Hoffnungslosigkeit und Depression. Dies hat soziale Auswirkungen auf das tägliche Leben. Eine individuelle Schmerztherapie mit dem Ziel, dem Patienten tagsüber Aktivität bei geringen Schmerzen sowie eine erholsame Nachtruhe zu ermöglichen, durchbricht diesen Kreislauf oder lässt ihn bei rechtzeitigem Einsatz gar nicht erst entstehen.

Informationen zum Pflegegeld findet man unter www.vorarlberg.at unter Soziales/Betreuung und Pflege.

Schmerzen haben oft auch eine psychosomatische Komponente und eine begleitende Psychotherapie kann hier oft sehr hilfreich sein. Diese stigmatisiert nicht, sondern hilft bei der Behandlung und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz.

Ich hoffe mit dieser Auskunft gedient zu haben und wünsche eine gute Zeit!

DSA Gerhard Keckeis - Krankenhaus Maria Ebene