Autor Thema: Langzeiteinnahme von Temesta  (Gelesen 6164 mal)

Danrix

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Langzeiteinnahme von Temesta
« am: 28 Februar 2014 »
Nehme seit DREISSIG Jahren Temesta und möchte Anfragen welche Nebenwirkungen dieses Medikament über solch langen Zeitraum hervorruft, sowie in Erfahrung bringen ob das Madikament, auch in geringer Dosis (täglich etwa 2 bis 3 mal ein mg) überhaupt noch Wirkung zeigt, bzw. hat ?

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Antw:Langzeiteinnahme von Temesta
« Antwort #1 am: 18 März 2014 »
LiebeR Danrix, wenn Sie Temesta über 30 Jahre lang einnehmen in einer Dosierung bis zu 3 mg täglich, spricht man von einer Low-Dose-Dependence, d.h. von einem Abhängigkeitssyndrom in niedriger Dosierung. Tatsächlich hat vermutlich Temesta bei Ihnen keine Wirkung mehr, aber sie würden es sehr stark spüren, wenn Sie es schlagartig ersatzlos absetzen.
Bei so einer langen Zeit der Einnahme spricht man nicht mehr unbedingt von einer Nebenwirkung sondern von Folgeerscheinungen. Die wichtigste ist die Abhängigkeit und es kann zu hirnorganischen Veränderungen wie Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen etc. führen. Außerdem wird konstant Leber und Niere belastet.

Mit besten Grüßen und alles Gute
OÄ Dr. Johanna Rohrer - Krankenhaus Maria Ebene
« Letzte Änderung: 18 März 2014 von ME-Redaktion »