Autor Thema: Solian  (Gelesen 3498 mal)

duidu

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Solian
« am: 21 August 2006 »
Hallöchen... :)

Ich habe da eine Frage bezüglich des Medikamentes SOLIAN...


Eine Freundin von mir "hatte"  Shizophränie und wurde auf Solian eingestellt.

Anfangs hatte sie 600 mg, was sie aber bald mal von alleine runterdosierte auf 400 mg und später auf 200 mg, danach 100 mg und anschließend "nur" noch 50mg...

Es geht ihr seit ca. 2 Jahren WUNDERBAR aber sie hat keine Menstruation mehr...???
(und das schon seit fast fünf Jahren :(   


Meine Frage lautet:

Hat Solian -irgendwelche- Nebenwirkungen? (kurzfristig/langfristig)

und...

kann sie irgendwann damit rechnen, GANZ ohne Medikament leben zu können.....?

Zu ihrem gesundheitlichen Zustand ist zu sagen, dass sie -besser- im Leben steht, als so manch andere Person und sehr stabil ist, schon seit langer Zeit.


Danke schon mal für alles und weiterhin alles Gute für euch alle!


duidu

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Re: Solian
« Antwort #1 am: 05 September 2006 »
Hallo Duidu, Solian ist ein modernes atypischen Neuroleptikum (Nervendämpfungsmittel), das zur Behandlung der akuten und chronischen Schizophrenie eingesetzt wird. Es gehört zu der chemischen Gruppe der substituierten Benzamide wirken im Gegensatz zu den meisten anderen Neuroleptika eher aktivierend und stimmungsaufhellend als dämpfend.

Als Nebenwirkungen sind Bewegungsstörungen wie z.B. von Körpersteifheit, Einschränkungen der motorischen Fähigkeiten bis hin zu Verkrampfungen bekannt. Eine häufigere Nebenwirkung bei langfristiger Einnahme ist die Hyperprolaktinämie bzw. die dem zu Grunde liegenden hormonellen Veränderungen können zu Menstruationsstörungen führen. Ob eine Dauermedikation sinnvoll ist oder nicht, ist von der individuellen Entwicklung abhängig und kann nur bezogen auf den Einzelfall beantwortet werden. Grundsätzlich ist es nicht auszuschließen.

Es kann auch zu einer Gewichtszunahme, Erbrechen, Hypotonie, epileptischen Anfällen und seltener zu einer Verlängerung des QT-Intervalls (Herzreizleitungsstörung) führen.

Hinsichtlich der gynäkologischen Fragestellung sollte nicht vergessen werden, dass regelmäßige Kontrollen bei Frauenarzt oder Frauenärztin auch von Betroffenen Frauen mit Psychose wichtig sind. Es könnte die Amenorrhoe ja auch andere Ursachen haben.