Autor Thema: Tramal-Entzug  (Gelesen 7593 mal)

hhrocky26

  • Gast
Tramal-Entzug
« am: 01 September 2006 »
Hallo.....

ich hatte vor ca. 2,5 jahren eine sinus-pionidalis op gehabt..
weil dies ziemlich schmerzhaft und langwierig ist, hat mir mein Doc damals TRAMAL-TROPFEN verschrieben.
Ich habe erst mit 120tr/d (also 3x40°) angefangen, zu damaligen Zeiten musste ich nach ein paar Monaten die Dosis schon steigern auf 200-250°/d  (allerdings vom arzt verordnet).
Heute bin ich mitlereweile gut bei dem doppelten, auch bis 800°/d, möglich, nicht auf einmal, aber so über den tag verteilt.
Trotzdem gehe ich nach wie vor arbeiten, und wie wir wissen, steigert tramal ja auch die Leistungsfähigkeit.
Habe also damals den Absprung von dem Zeugs nicht geschafft. Und irgendwann war ich mir nicht mehr sicher, ob es nun die Schmerzen oder die Abhängigkeit ist.
Nun, ich bin beruflich Krankenpfleger, deshalb weiss ich über dieses Zeug bestens Bescheid, auch über die Probleme, es wieder abzusetzen,  besorge mir allerdings die Tropfen ned im Krankenhaus, sondern über einen Freund. Aber irgendwie kam mir immer wieder die letzte Zeit der Gedanke, wenn es auch schön ist, aber ich will das Zeug ned mehr, weil es über meinen Körper bestimmt.
Meine Frage ist, ob man auch im Rahmen einer ambulanten Therapie einen Tramalentzug mit Ersatzmitteln durchziehen kann, also quasi bei einem Psychiater, der in der Nähe ist, wo man dann auch zur Nachbetreuung hingehen würde; weil das Krankenhaus scheidet für mich aus, ausserdem sollen meine Kollegen auch nichts davon mitbekommen.
Wenn es sowas geben würde, wäre ich sofort dabei. Ich habe auch Angst, dass mir Vorwürfe vom dem Doc. gemacht werden, dass ich als Krankenpfleger sowas nehme...

Also ..über eine Antwort würde ich mich tierisch freuen !!!!
Grüsse

Darona

  • Gast
Re: Tramal-Entzug
« Antwort #1 am: 05 September 2006 »
Ich kann dir dda leider keinen Tip geben. Ich würde aber mal mit dem Hausarzt darüber sprechen oder versuch bei der Caritas-Beratungstelle einen Termin für unverbindliches Gespräch zu bekommen.

Ich wünsche dir auf deinem Weg alles gute, viel Kraft und einen starken Willen.

PS: Schau mal "Tramal" im Wikipedia nach. Ist auch recht interessant.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tramal
« Letzte Änderung: 05 September 2006 von Darona »

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Re: Tramal-Entzug
« Antwort #2 am: 05 September 2006 »
Hallo hhrocky26, da du schon eine lange Zeit Tramal einnimmst, können beim plötzlichen Absetzen  Entzugserscheinungen eintreten. Auf alle Fälle wäre es gut, wenn Du mit dem Arzt deines Vertrauens sprichst. Er unterliegt übrigens der Schweigepflicht. Du kannst deinen Arzt fragen, ob und wie du dieses Medikament absetzen kannst. Denn bei dieser doch relativ hohen Dosis ist ein langsames Runterdosieren anzuraten. Unser Arzt rät dir auch zu einem ambulanten Entzug mit Subutex. Wir wünschen dir alles Gute!