Autor Thema: Zopiclon Entzug  (Gelesen 6445 mal)

Tobias

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Zopiclon Entzug
« am: 17 Dezember 2010 »
HAllo,
ich weiss nicht ob man nach der dauer überhauot schon von einem entzug sprechen kann aber :
seit ca einem haleb jahr nehme ich zopiclon, angefangen mit abends einer bin ich jetzt bei 4 abends und 1 zum mittag. das will ich beenden. nun liest man verschiedene methoden.
ich ging zu meiner hausärztin, welche mir prothazin verschrieb. davon mittags eine, nachmittags eine und das zopiclon reduzieren.
also fing ich gestern damit an, mittags eine prothazin, keine zopiclon und nachmittags nochmal eine. das zeug hämmert einen ja dermaßen in die ecke das man icht mehr wirklich viel machen kann. und man fühlt sich total dumm dabei im kopf.
abends bin ich runter auf 3 zopiclon und die nacht hat wunderbar funktioniert.
jetzt die frage : ist das der richtige weg und fühlt man sich auf dauer so bescheuert ?

Vielen Dank schonmal

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Re: Zopiclon Entzug
« Antwort #1 am: 21 Dezember 2010 »
Hallo Tobias, 4-5 Stück Zopiclon am Tag über mehrere Monate einzunehmen, trägt sicherlich eine erhöhte Gefährdung in sich. Absetz- und Entzugsphänomene sind beschrieben. Die Substanz ist ein Schlaf- und Beruhigungsmittel und ist mit den Benzodiazepinen (Valium, Somnubene & Co.) verwandt. Prothazin wiederum ist ein Neuroleptikum und Antihistaminikum, das heißt, es birgt keine Suchtgefahren in sich und es ist sinnvoll, jetzt eine derartige Substanz zu verordnen.

Nebenwirkungen wie Dämpfung und Verlangsamung werden meistens nach wenigen Tagen besser und es ist sicher auch eine Frage der Dosis. Außerdem sind sie allgemein nicht so angenehm wie Benzodiazepine und Verwandte, deshalb sind sie als „Happy Pills“ ja auch so gefragt. Das Fatale liegt aber eben darin, dass wir immer mehr brauchten um die gewünschte Wirkung zu erzielen und dann sind wir rascher in einer Abhängigkeit als uns leib sein kann und es ist nicht einfach, da wieder herauszukommen. Das braucht Geduld und die Bereitschaft, unangenehme Tage, vielleicht sogar Wochen, zu ertragen.

Somit zur Antwort auf die letzte Frage: Ein Weg, der von einer Substanz mit Abhängigkeitsgefahr weg führt, ist sicher ein Weg, der in eine gesunde Zukunft führen kann. Die Entzugszeit kann auch einmal hart sein – aber auch das geht vorbei.
Dr. Roland Wölfle – Therapiestation Lukasfeld