Autor Thema: tramal abhängigkeit ?  (Gelesen 5229 mal)

ares

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tramal abhängigkeit ?
« am: 02 Mai 2006 »
ich nehme seit einiger zeit in unregelmässigen abständen tramal (50?) (1 - 2x woche), eigentlich sind die wirkungen nur positiv, stimmung ist super etc, wenn ich 2 wochen nicht daran denke ist es auch ok. problematisch ist dass offensichtlich das schlafbedürfnis erheblich gesenkt wird bzw. mein schlafrhythmus einigermassen gestört ist. kann man von abhängigkeit sprechen?


ME-Redaktion

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Re: tramal abhängigkeit ?
« Antwort #1 am: 05 Mai 2006 »
Hallo Ares, danke für Deinen Eintrag im Forum! Da Deine Fragestellung die Antwort eines kompetenten Facharztes verlangt, musst Du Dich leider noch ein wenig gedulden. Einstweilen schönes Wochenende, die ME-Redaktion.

ME-Redaktion

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Re: tramal abhängigkeit ?
« Antwort #2 am: 08 Mai 2006 »
Hallo Ares,

nun zur Antwort unseres Facharztes:

Tramal kommt aus der Schmerztherapie, ist ein Medikament, ist auch ein Opiat und somit hochgradig riskant hinsichtlich einer Abhängigkeit, die die Ausmaße einer Heroinabhängigkeit erreichen kann. Noch scheint es nicht der Fall zu sein, aber ein Missbrauch ist natürlich gegeben, da die Substanz als psychotrope Chemikalie eingenommen wird d.h. um die Stimmung zu verbessern und nicht dem medizinischen Zweck entsprechend eingesetzt wird.

Von Abhängigkeit sprechen wir bei Dosissteigerung, dem inneren Drang nach der Substanz, dem Verlust der Kontrolle des Ich (Die Droge wird stärker als ich), bei Gewöhnung und körperlichem Entzug sowie bei erhöhtem Aufwand, die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich davon zu erholen. Hier ist noch zu wenig bekannt, was das Einnahmeverhallten betrifft, aber Du kannst dir selbst diese Fragen stellen und Dir ein Urteil bilden. Die Änderung des Schlafrhythmus allein ist noch kein Beweis einer Sucht, aber ein Hinweis darauf, dass im Gehirn etwas im Sinne einer Veränderung geschieht.
« Letzte Änderung: 08 Mai 2006 von ME-Redaktion »