Autor Thema: Alkoholsucht  (Gelesen 3876 mal)

dani

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Alkoholsucht
« am: 23 Februar 2006 »
Ich bin erst 20 komme aus einem gut situierten Haushalt. Mein Vater ist ein Erfolgsmensch und bei und ist trinken normal. Wir trinken zum Essen wir trinken wenn wir schlecht drauf sind und wir trinken wenn wir gut drauf sind. Ich arbeite seit 3 Jahren neben meiner Schulausbildung hinter der Bar dort stieg der Alkoholkonsum immer mehr. Ich hab immer wieder nach Vollaussetzern (Räusche wo man am nächsten Tag nicht mehr weiß wo man war, mit wem man redete etc) immer wieder den Versuch gestarten gar nichts mehr zu trinken und hab es für 1 Monat geschaft. Hab alles schon sehr reduziert. Hatte aber jetzt am Dienstag einen Rückfall!! Fühl mich schäbig und allein niemand hilft mir, die Leute urteilen immer nur über mich und zeigen mit dem Finger auf mich aber Hilfe gibts keine! Ich nehme inzwischen einene Psychiater in anspruch und hoffe dieser kann mir weiterhelfen. Hab immer nach jedem Schluck egal wieviel ein schlechtes Gewissen bis zum umfallen bin frustriert und depresive. Mach etwas was ich nicht will, kennt ihr das? Und ab einem Gewissen Begel an Alkohol ist alles egal und es wird nur noch mehr in sich reingeschüttet! Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen!?!?!?!!?

lg vielen dank dani

leni

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Re: Alkoholsucht
« Antwort #1 am: 23 Februar 2006 »
hallo dani also ich kann dich verstehen ich hatte dieses problem auch allerdings ist es ein paar jahre her.Das erste was ich dir raten kann ist mit dem arbeiten aufhören das hat mir auch geholfen denn dann wirst du nicht animiert zu trinken , auch wenn das geld fehlt.Und du mußt dir einfach mal eingestehen das du ein Problem mit dem alkohol hast deiner familie klar machen das du das nicht willst lernen nein zu sagen.ich hatte mich fast ein jahr überhaupt nicht in lokale begeben um nicht dem reiz zu erliegen zu trinken.auch ich habe getrunken und wußte tw nichts mehr und das erstemal darüber nachgedacht hatte ich als 16 jährige ich war damals  25 zu mir sagten jetzt kommt die gsoffene schon wieder mir wurde erst bewußt welche meinung andere von mir hatten die mir normalerweise egal ware.Doch dann kam ich drauf solange ich mit ihnen trank war alles gut nur die hatten ja kein problem konnten jederzeit aufhören nur ich eben nicht ,dann fing ich an leute ausselektieren mit denen ich nichts mehr zu tun haben wollte erzählte jedem ich möchte nichts mehr trinken und dann kamen so sprüche wie jaja das schaffst du nicht du saufst doch e immer und dann sagte ich mir na bin ich dumm mit mir sicher nicht.Aber die erste zeit war sehr schwer bekam richtig das zittern obwohl ich nur abends trank und heute nach sechs jahren fällt es mir noch schwer aber es geht trotzdem ganz gut naja freunde hab ich nun keine mehr aber auf solche kann ich auch verzichten alles gute lg leni

Helen

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Re: Alkoholsucht
« Antwort #2 am: 23 Februar 2006 »
ja Dani, ich kenn das obwohl ich ziemlich älter bin wie
du, auch ich schaffts (einigermassen) trocken zu bleiben-
aber die Gedanken kreisen schon immer um den Alkohol-
und dann nehm ich halt Beruhigungsmittel. Jetzt waren
zwei Tage ok. eben auch gestern-und heute Morgen bin
ich aufgewacht wie nach einem Riesen-Absurz-frustrierend
sag ich Dir. Na ja, und dann nahm alles seinen lauf, war
etwas stressig der Tag heute, und jetzt hab ich halt wieder
was getrunken, ich weiss jetzt nicht mehr mehr... sonst
kommt wieder das Black-Out-der Frust danach-das schlechte Gewissen-und der schwierige Neuanfang bei Null. Ich will und muss es schaffen, mir selber, meinen
Kindern und meinem Mann gegenüber, aber es ist SO
SCHWER, einfach nein zu sagen, nach so langer Zeit
selbstverständlichsten Trinkens, aber auf einmal, von einem Tag auf den Anderen ist die Kontrolle dass, man Nein und Stop sagen kann einfach weg.
Ich habe mir für heute einen anderen Ausklang gewünscht
ich war so sicher: Aber der Morgen, der Kater, nach NICHTS
dann musst ich noch mit dem Auto weg... na ja, ich war
bin nicht so gut drauf, ich weiss, ich mach das falsche jetzt
und doch, ich kann einfach nicht anders, ich will Ruhe,
mich fallenlassen.... Ja, ich verstehe Dich... aber Wir beide
wissen: Wir handeln nicht richtig-oder?
....and I wish to bee free for ever...

Dani

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Ergänzung Alkoholsucht
« Antwort #3 am: 23 Februar 2006 »
ICh möchte mich für die Antworten bedanken!! So weiß man wenigstens das man nicht alleine ist. Ich hoffe es jetzt zu schaffen und werde beginnen meinen Freundeskreis zu slektieren! Ausgehen ist eig sowieso nicht so das meine! Nur eben beruflich bdingt kenn ich in meiner Stadt von fast jeder Bar Chef und angestellte! Die erste frage wenn ich reinkomme ist Flasche Prosecco?!! Wenn ich sage Mineral lachen sie mich aus oder fragen ob ich noch einen Kater von gestern hätte! Shit aber naja ich hoffe es überwinden zu können und mein Leben auch schon in so jungen Jahren wieder in den Griff zu bekommen!!

lg dani

Martin

  • Gast
Re: Alkoholsucht
« Antwort #4 am: 27 Februar 2006 »
Hallo, habe die Zeilen gelesen und will auch was dazu sagen, ich bin nicht betroffen und arbeite in der Suchttherapie. Daher kenne ich viele Leute, die es geschafft haben. Alle haben ihr Leben sehr verändert, um nicht zu sagen ganz verändert. Am Anfang stand immer das Eingeständnis zu sich selbst: Ich bin schwach, ich habe keine Macht über den Alkohol, sondern er über mich. In kleinen Schritten führt der Weg auch wieder aus der Sucht heraus. Gut zu sich selbst zu sein, sich und die Gesundheit zu achten, schien bei vielen ein durchgängiges Motto zu sein. Dazu gehört auch, wie schon in euren Zeilen beschrieben, riskanten Situationen aus dem Weg zu gehen, keine Gasthausbesuche, keine Alkoholvorräte zuhause, nicht mit Alkohol kochen, usw. Jeder weiß wahrscheinlich am besten selbst, welche Gefährdungspunkte es gibt. Ganz wichtig: sich für die erreichte Abstinenz belohnen: neues Hobby suchen (=meistens auch neue Freunde), mit dem Geld, das aus dem Verzicht aufs Saufen übrig bleibt, etwas anschaffen, das man sich schon lange gewünscht hat, oder eine Reise unternehmen,........

Hoffe daß die Zeilen nicht zu belehrend waren und ihr was damit anfangen könnt.