Autor Thema: Psyhopharmaka  (Gelesen 5524 mal)

anna

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Psyhopharmaka
« am: 04 Januar 2006 »
Nach einer angeblich harmlosen Gallenblasenoperation, hatte ich große Schmerzen und es entwickelte sich ein "galliger Reflux" in den Magen der mir eine chronische Gastritis einbrachte. Aus diesem Umstand habe ich eine starke Angst-und Paniksituation entwickelt und werde nun mit Tresleen und Lexotanil behandelt. Vorher hatte ich schon Zyprexa, das wieder abgesetzt wurde, da meine Leberwerte extrem hoch waren (GGT 234). Sobald ich esse oder etwas im Magen verspüre kommen diese Attacken. Wegen dem Tressleen mache ich mir weniger Gedanken, aber wie ist das mit Lexotanil? Wie schnell wird man abhängig. Meine Therapeutin meint ich soll nun zusätzlich Mirtabene nehmen, aber davon werde ich furchtbar müde und bekomme starke Krämpfe in den Beinen. Mein Privates Umfeld ist total in Ordnung, wie kann man diese Panik und Angst in den Griff bekommen.
Bitte um einen Rat! Meine ganze Angst baut sich rund um diese Magengeschichte (Gastritis)auf. Bitte um Rat!
Danke Annemarie

ME-Redaktion

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Re: Psyhopharmaka
« Antwort #1 am: 09 Januar 2006 »
Liebe Anna, so wie du uns deinen Fall geschildert hast, handelt es sich um eine komplexe psychische Problematik, auf die in einem derartigen Rahmen nicht detailliert eingegangen werden kann. Da du schon in psychiatrischer Betreuung bist, bist du schon auf dem richtigen Weg und in guten Händen. Wenn es um ein psychosomatisches Leiden oder eine Angsterkrankung geht, ist sicher auch Psychotherapie zu empfehlen.

Aus suchtmedizinischer Sicht ist ein Abhängigkeitspotenzial bei Lexotanil gegeben, weil es sich um ein Benzodiazepin handelt. Für die Entwicklung einer Abhängigkeit müssen aber mehrere Voraussetzungen gegeben sein, etwa eine diesbezügliche Veranlagung oder "Verwundbarkeit" im Sinne einer so genannten Suchtdisposition. Wenn jemand ausschließlich wegen einer körperlichen Erkrankung Beruhigungs- oder Schmerzmittel nimmt, ist das Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung nicht so hoch. Sehr wohl sollte darauf geachtet werden, wenn es zu einer Dosissteigerung kommt, wenn die Einnahmedauer mehrer Monate beträgt und du das Gefühl bekommst, ohne diese Substanzen nicht mehr über den Tag zu kommen. Grundsätzlich sollte dieses Problem mit der Fachärztin besprochen werden und die medikamentöse Therapie soll in einer Hand bleiben. Wir wünschen dir eine gute Besserung, die ME-Redaktion.

Helen

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Re: Psyhopharmaka
« Antwort #2 am: 12 März 2006 »
Liebe Anna
Ich bins, die Helen, ich habe mit Benzodiapinen oder halt
Beruhigungsmittln auch so meine Erfahtung-und mit
dem lexotanil konnte ich Ohne Probleme aufhören-einfach
weil ich es wollte-und an der zeit fand-und das war vor fast 20 Jahren.... Wenn Medikamente nötig sind-nimm sie
so lange wie nötig-höre auf dich, auf deinen körper, wann
es zeit ist für weniger-vielleicht nur die halbe Dosis oder
so...
Ich weiss gar nicht, ob Du meine Antwort noch brauchst,
aber ich machs heute auch so, habe wieder Beruhigungs-
mittel und will ja auch weg davon.
Alles Gute Dir, Liebe Grüsse, Helen
....and I wish to bee free for ever...