Autor Thema: alprozolam  (Gelesen 3794 mal)

hasal_19

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alprozolam
« am: 20 November 2008 »
nehme seit einem monat ungefähr xanor so 3-6 tabletten am tag.

leider wirkt diese dosis bei mir nicht (mehr) und ich müsste erhöhen,was ich auf gar keinen falls will"!

meine frage: kann ich dem behandelnden arzt nicht vorsschlagen,dass er mir zb anxiolit verschreibt?

ich habe mich erkundigt und ich denke dass diese besser zu mir "passen" würden!

auch die psychopax tropfen helfen mir mehr.

dadurch dass einschlafprobleme und alpträume mir auch noch das leben sehr erschweren,denke ich dass schlafmittel(natürlich nur eine geringe dosis) ebenfals von vorteil wären.

was meinen sie dazu?

soll ich meinem arzt klipp und klar sagen,was ich für besser empfinde?

danke

ME-Redaktion

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Re: alprozolam
« Antwort #1 am: 21 November 2008 »
Hallo Hasal, Xanor ist ein Benzodiazepin-Präparat, welches körperliche abhängig macht wie Alkohol, Nikotin oder Drogen wie z.B. Opiate, Kokain oder Amphetamine. Aus der Anfrage geht hervor, dass ein Suchtprozess schon begonnen hat: Die ursprüngliche Dosis hilft nicht mehr. Viele erhöhen dann aufs Doppelte, was dann auch nichts mehr hilft, dann das Dreifache und so weiter. Auch Anxiolyt ist ein Benzodiazepin und das wäre so, wie wenn ein Alkoholiker von Whisky auf Cognac umsteigen würde. Als Suchtmediziner kann ich nur dringend raten, sich ein Medikament aus einer Substanzgruppe verschreiben zu lassen, bei dem keine Abhängigkeitsgefahr besteht, hier gibt es z.B. bestimmte Antidepressiva, pflanzliche Mittel und andere Substanzen. Auch andere Fragen sind zu klären. Ich kenne Leute, die trinken abends Cola und Kaffee und wundern sich dann, wenn sie nicht schlafen können. Es gibt Hausmittel, Entspannungsverfahren und viele Möglichkeiten, sich am Abend in eine ruhige und harmonische Stimmung zu bringen. Dr. Roland Wölfle, Therapiestation Lukasfeld

hasal_19

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Re: alprozolam
« Antwort #2 am: 21 November 2008 »
danke erstmaö für ihre antwort!

habe es schon mit naturheilmittel versucht. das bringt nichts!
spreche auf diese nicht an..

anxiolit denke ich wäre für mich persönlich die beste alternative und zum einschlafen halt schlafmittel.(VOR DENEN ICH ABER GROSSEN RESPEKT HABE
ich meine ein arzt hat die pflicht einem etwas zu verschreiben dass auch hilft,oder?

ich versteh das nicht

ME-Redaktion

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Re: alprozolam
« Antwort #3 am: 24 November 2008 »
Hallo Hasal, die Frage, ob Ärzte verpflichtet sind, Benzos zu verschreiben, würde beim ersten Hinschauen und bei allem Wissen über die Freiheit der ärztlichen Handlung verneint werden. Es gibt auch von der Weltgesundheitsorganisation eine Liste der unentbehrlichen Medikamente in der Psychiatrie, in welcher sich Benzos und verwandte Substanzen nicht (!) finden. Es wäre aber denkbar, dass es bei einem Patienten oder einer Patientin zu Komplikationen kommt, im Sinne einer Selbst- oder Fremdaggression und dann gerichtlich eingeklagt würde, dass dem oder der Betreffenden eine Medikation vorenthalten wurde, die dies eventuell verhindert hätte.
Vielleicht ist es wichtig, Notfallsituationen von Dauerbehandlungen zu unterscheiden. In der Neurologie und bei bestimmten epileptischen Erkrankungen schaut es auch nochmals anders aus. Eine fachliche Verpflichtung für Dauerverschreibungen sehe ich in der Psychiatrie jedenfalls nicht. Dr. Roland Wölfle, Therapiestation Lukasfeld