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Zusammenfassung

Autor: Anna
« am: 30 November 2005 »

Vielen Dank für diese ausfühliche Antwort!!! Ich habe diese Medikamente von einem Facharzt verschrieben bekommen, das ist es ja was mich so wundert, vorher hatte ich noch nie nur einen Gedanken an Selbstmord verschwendet. Ich habe mich jetzt aber entschlossen einen anderen Arzt hinzuzuziehen, da ich mir noch eine zweite Meinung einholen möchte. Vielen lieben Dank an euch....
Autor: ME-Redaktion
« am: 30 November 2005 »

Liebe Anna, diese Frage ist natürlich schwer zu beantworten, ohne mehr über die Hintergründe zu wissen.

1. Grundsätzlich gilt, dass Antidepressiva vor allem bei Menschen angezeigt sind, die depressiv krank sind und nicht in erster Linie bei Leuten, die ev. äußere Probleme haben oder schweren äußeren Belastungen ausgesetzt sind oder nicht. Bei Persönlichkeitsstörungen wie z.B. Borderline können sie auch hilfreich sein, meist aber in Verbindung mit anderen Substanzen, z.B. atypischen Neuroleptika.

2. Die Wirkung derartiger Substanzen soll vor allem stimmungsaufhellend sein. Antriebssteigerung allein kann riskant sein, wenn jemand starke Selbstmordgedanken hat. Wenn er oder sie vorher noch stark gehemmt war, waren die Selbstmordimpulse blockiert. Wenn diese Blockierung weg fällt, ist das Risiko dementsprechend größer. In solchen Fällen machen zusätzliche Medikamente manchmal Sinn, auch ein Wechsel des Antidepressivums ist zu überlegen, wenn es sich um eines gehandelt hat, welches stark antriebssteigernd war.


3. Nur Medikamente zu nehmen ist ein schwerer Fehler. Was es gerade bei Lebensängsten und Überforderung vor allem noch braucht, sind regelmäßige beratende oder psychotherapeutische Gespräche, mindestens 1 mal die Woche.

4. Grundsätzlich sollten psychische Probleme von einem Facharzt für Psychiatrie behandelt werden, genauso wie Zahnbeschwerden von Zahnarzt oder Sehstörungen beim Augenarzt. Regelmäßige Kontrollen in zunächst mindestens wöchentlichen Abständen sind notwendig, bis eine Einstellung gefunden wurde, die passt.

5. Auch Stimmungsschwankungen ("himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt") müssen einkalkuliert werden. Dann bedarf es einer Umstellung.

6. Hilfreich sind auch regelmäßige sportliche Betätigung (Joggen) oder zumindest Bewegung an der frischen Luft. Es gibt auch noch andere Fragen des Lebensstils, die zu beachten sind, auf die ich hier aber nicht näher eingehen werde.

7. Wenn jemand während einer Psychopharmakatherapie unkontrolliert Alkohol trinkt oder Drogen nimmt, können diese Substanzen natürlich nicht helfen, dann schaden sie mehr als sie nutzen!

Anna lass dich bitte von einem Facharzt untersuchen, ob die Einstellung noch passt. Weiters wären regelmäßige Nachkontrollen durchzuführen und es wäre wichtig dich hinsichtlich Psychotherapie beraten zu lassen. Vielleicht muss zunächst einmal eine Entgiftung erfolgen, denn die Kombination von Alkohol und Drogen mit Psychopharmaka ist ausgesprochen gefährlich.
Autor: Anna
« am: 29 November 2005 »

Ich nehme seit 9 Monaten Antidepressiva ein, jetzt habe ich seit ein paar Wochen oder auch Monaten zusätzlich ein anderes Mittel verschrieben bekommen (auch Antidepressiva) das 8ich abend einnehmen muß. Jetzt erkenn ich mich seit ein paar Wochen nicht wieder, ich habe 3 Selbstmordversuche hinter mir, obwohl es mir noch nie so schlecht ging das ich nicht mehr leben wollte, die Medikamente sollten nur etwas antriebssteigernd wirken. Kann es sein das diese Suizidgedanken durch diese Medikamente kommen??? Ich möchte erst einmal eure Meinung dazu hören bevor ich mit meinem Arzt spreche, nicht das er mich mit noch mehr Medikamenten zustopft, allerdings habe ich auch Angst die Medikamente einfach ohne eine Meinung einzuholen abzusetzen, vielleicht liegt es ja doch an mir, aber so kenn ich mich gar nicht....
Tja, eins habe ich jedoch jetzt schon mal gelernt, Ärzte greifen eben doch viel zu schnell und zu häufig zu ihrem Rezeptblock!!!