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Jahresbericht 2011

Im Konsumverhalten setzen sich die Trends der Vorjahre weiter fort.

1. Neu- und Wiederaufnahmen sowie Abschlüsse 2011


Die Zahl der im Jahr 2011 betreuten Personen (Menschen mit Suchtverhalten sowie Bezugspersonen) zeigt im Vierjahresvergleich eine stabil hohe Auslastung aller drei Beratungsstellen. Gegenüber den beiden Vorjahren ergibt sich ein Rückgang der Klienten um exakt 6 % an. Allerdings kam es nicht zu einer spürbaren Entlastung der Teams, weil die Betreuung von Klienten im Substitutionsprogramm einen überdurchschnittlich hohen zeitlichen Einsatz erfordert. Die Zahl der Substituierten erfuhr nämlich mit 231 eine Steigerung um 15 % seit dem Jahr 2008. Daneben wurde auch die besonders zeitintensive nachgehende Arbeit im Vergleich zu 2008 nahezu verdoppelt.

Die folgenden statistischen Daten beziehen sich auf die 619 von Sucht direkt betroffenen und betreuten Klienten im Jahr 2011, d.h. ohne Bezugspersonen, Kurzkontakte oder Personen, die Gruppenangebote (Spielsucht, Angehörige) in Anspruch nahmen.

2. Suchtdiagnosen


Im Konsumverhalten setzen sich die Trends der Vorjahre weiter fort. Was sich im Rahmen der hier erfolgten Erfassung der Suchtdiagnosen nicht abbildet, ist der seit dem Jahr 2010 beobachtbare Trend des ansteigenden Konsums sog. Research Chemicals (früher eher als „Designer Drogen“ bezeichnet), deren Handel, Besitz und Konsum vom Gesetzgeber inzwischen verboten wurden. Geringfügige Steigerungen waren im Bereich des multiplen Substanzgebrauchs (Polytoxikomanie) sowie bei Essstörungen und Spielsucht zu verzeichnen.

3. Leistungen (Maßnahmen)

Die Leistungen bzw. gesundheitsbezogenen Maßnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben.

4. Lebensunterhalt

Die Zahl der Klienten ohne Arbeit ist im Vergleich zum Jahr 2010 um genau 51 Personen zurückgegangen, gleichzeitig hat sich auch die Zahl der Sozialhilfeempfänger um 50% reduziert. Dies zeigt den im Vergleich zu den Jahren der Wirtschaftskrise deutlich entspannten Arbeitsmarkt. Somit konnten auch unsere Klienten von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung profitieren.

5. Kurzkontakte (an der Stelle, Telefonberatung, Internet)

Über Kurzkontakte, die entweder persönlich an der Beratungsstelle erschienen sind oder sich übers Telefon oder Internet gemeldet hatten, wurden insgesamt 558 Personen erreicht.

Projekt „Spielen mit/ohne Grenzen“


Die Stiftung Maria Ebene initiierte in den letzten Monaten in intensiver Vorarbeit ein Interregprojekt zum Thema Spielsucht. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union und der einzelnen beteiligten Länder finanziert. Beteiligt sind neben Supro unsere stationären und ambulanten Einrichtungen, weiters Beratungsstellen und Kliniken in Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland. Der Titel des eingereichten Projekts „Spielen mit/ohne Grenzen“ weist auf die Erfahrung hin, dass Menschen, die um Geld spielen, keine Grenzen kennen sondern die Möglichkeiten in allen beteiligten Regionen nutzen. Umso wichtiger schien es daher, auf Helferebene zusammenzuarbeiten. Zu den wesentlichen Zielen des Projektes gehören die Erarbeitung einer grenzüberschreitenden Expertise im Bereich Prävention, Beratung und Therapie der problematischen und pathologischen Glücksspielsucht; und über die Grenzen hinweg sollen Qualitätsstandards entwickelt und implementiert werden. Gleichzeitig soll auch die Allgemeinbevölkerung wie auch relevante Institutionen, Behörden und das politische Umfeld sensibilisiert und informiert werden. Schließlich ist intendiert, präventive Maßnahmen und Projekte zu entwickeln. Die Stiftung Maria Ebene ist als einziger Partner in allen Bereichen vertreten – von der Prävention über die ambulante Beratung bis hin zur stationären Therapie.

Erfahrungsbericht zum „Kooperationsstandard“

Die Zusammenarbeit zwischen Suchthilfe und Jugendwohlfahrt

Aus der Sicht der Jugendwohlfahrt der BH Feldkirch:

Rückblickend auf das Jahr 2011 kann aus Sicht der Jugendwohlfahrt Feldkirch eingangs gleich erwähnt werden, dass die Zusammenarbeit mit der Drogenberatungsstelle Clean in Feldkirch durchaus als sehr positiv und vor allen Dingen als sehr produktiv erachtet werden kann.

Gerade im Hinblick auf die offensichtlich steigende Anzahl schwangerer Frauen bei denen eine Suchtproblematik vorliegt oder jener die sich in einem Substitutionsprogramm befinden, erscheint es gerade für Einrichtungen wie die öffentliche Jugendwohlfahrt von immenser Wichtigkeit, Systempartner zu haben auf deren Zuverlässigkeit gebaut werden kann. Ein solcher Systempartner findet sich für die Jugendwohlfahrt im Clean Feldkirch wieder.

Im vergangenen Jahr gab es gerade in dieser sensiblen Problematik wieder einige Betreuungen, bei denen das Clean sich für die Jugendwohlfahrt als unabdingbare Unterstützung erwies. Die von der Jugendwohlfahrt übertragenen Aufgaben an das Clean wurden von den dort zuständigen Mitarbeitern auf fachlich kompetente Art bearbeitet. Die fortlaufend stattfindenden Standortgespräche sicherten den erforderlichen Informationsfluss. Neben dem Kindeswohl standen Kooperation und die damit verbundene Bereitschaft zur Zusammenarbeit für beide Einrichtungen im Vordergrund, was reibungslose Arbeitsabläufe ermöglichte.

Zusammenfassend kann man auf ein gutes und erfolgreiches Jahr der Zusammenarbeit zurückblicken. Umso mehr bleibt zu hoffen, dass diese Arbeit so bestehen bleibt, um auch weiterhin eine professionelle und effektive Arbeit leisten zu können.
Uwe Kreidl (Jugendwohlfahrt der BH Feldkirch)

Personelle Veränderungen in den Cleans

Seit November 2011 ist das Team der Beratungsstelle Clean Feldkirch wieder vollständig. Der Theologe und Psychotherapeut unter Supervision Knut Fiedler hat als Karenzvertretung die Stelle von Mag. Ruth König übernommen. Am Clean Bludenz schied die Dipl. Sozialarbeiterin Martina Höber mit Ende des Jahres nach fast 14 Jahren aus der Suchtarbeit aus, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Ihre Nachfolgerin ist die Sozialarbeiterin Mag. (FH) Simone Brugger.

Info: Beratungsstelle Clean Bregenz


Pagelink: www.mariaebene.at/start.php?textID=7303 | 26.04.2012
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Drogen-ABC


MitarbeiterInnen
Dr. Mag. Elisabeth  Sorgo
Dr. Mag. Elisabeth Sorgo
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